Glücklich sein / Stress

Dr. Alex Loyd
Doktor der Psychologie und der naturheilkundlichen Medizin


Der Hypothalamus (Teil des Zwischenhirns) ist unter anderem zuständig für den Stress bzw. für das Glücklichsein. Oder anders gesagt, bildlich gesprochen kann er den Schalter umkippen zwischen dem Glücklich-Modus und dem Stress-Modus, denn wir können nicht in ein und dem selben Moment in der Liebe sein und gleichzeitig im Stress oder mit der Angst leben.
Wenn wir glücklich sind, führt dies im Hypothalamus zu einer Auslösung von Oxytocin. In der neurochemischen Forschung wird Oxytocin mit psychischen Zuständen wie Liebe, Vertrauen und Ruhe in Zusammenhang gebracht.
Dieses Neuropeptid hat somit unter anderem eine beruhigende und deeskalierende Wirkung und wird auch als Liebeshormon, Geburtshormon oder Treuehormon bezeichnet.

Oxyticin wird aber bereits auch ausgelöst, wenn wir uns an schöne Momente erinnern.
Das heisst, wenn wir uns ein paar Mal am Tag die Zeit nehmen, um bewusst und intensiv an schöne, liebevolle Erinnerungen zu denken, wird in unserem Gehirn Oxytocin produziert und das führt dazu, dass wir glücklich sind und uns immer besser und besser fühlen.
Das Problem ist jedoch, dass wenn wir uns immer wieder an die gleichen schönen Erinnerungen erinnern, verlieren sie an Intensität und die Glücksaktivierung im Gehirn lässt nach.
Was kann man nun tun, damit unser Gehirn immer Oxytocin auslöst?
Die Antwort wäre einfach:
Liebe im gegenwärtigen Augenblick!
Wenn man in Liebe in der Gegenwart lebt und liebt, wird man immer wieder neue aktuelle Liebeserinnerungen erschaffen. Dies führt zur Ausschüttung von Oxytocin und stimmt uns somit automatisch glücklich.
Das Beste wäre also, wenn man die ganze Zeit in diesem Glücklich-Modus verweilen könnten. Denn schlussendlich ist es auch so, dass Positives Positives anzieht und Negatives Negatives und nicht zuletzt passieren die meisten doofen, schlechten Dinge im Leben auf Grund von Stress.

Ein Grossteil der Menschen schafft es jedoch nicht, lange in der gegenwärtigen Liebe zu bleiben, denn sie leben zu häufig immer wieder in der Angst. Für unser Gehirn steht die Angst immer vor der Liebe, weil in unserem Urinstinkt die Angst für das Überleben wichtig ist und somit stärker ist, als die Liebesmomente.
Wenn man also zu viele Ängste im Leben hat, schafft man es nicht, in der Liebe zu bleiben.
Deswegen ist es wichtig, dass man zuerst die eigenen Programme des Unterbewusstsein behandelt, bevor man richtig in der Liebe leben kann.

Wenn wir uns das Thema Angst etwas genauer anschauen, stellen wir fest, dass ein Grossteil aller Ängste im Grunde unbegründet sind. Das heisst, dass nicht das negativ Erlebte selbst die Angst verursacht, sondern die negativen, häufig auch falsch abgespeicherten Erinnerungen daran.
Frage Dich, welche von all den negativen Glaubenssätzen, welche durch schlechte Erfahrungen gebildet wurden, entsprechen denn auch wirklich der Wahrheit?
Hinter den meisten Ängsten steckt nämlich nicht die Realität, sondern bloss eine falsche Interpretation.

Lass also nicht zu, dass eine schlimme Erfahrung zur schlimmen Erinnerung wird!
Ja selbstverständlich, schlimme Dinge passieren und diese können das Leben enorm beeinflussen, aber man sollte nicht zulassen, dass deswegen immer wieder negative Erinnerungen dazu aufkommen, welche einem das Leben schwer machen. Stattdessen sollte man die eigene Einstellung zu diesen Erinnerungen ändern.

Versuche die positiven Aspekte daraus zu ziehen, lebe mit neu gewonnener Erfahrung weiter und lass nicht zu, dass negative Erinnerungen deine Gegenwart beeinflussen oder sie Dich am Glücklichsein hindern.
Denn nur so kann man es schaffen, stets im gegenwärtigen Augenblick in der Liebe und somit glücklich zu sein.

Dr. Alex Loyd